unsere Chronik

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15. 03. 14
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Die Chronik des Vereins Der Krieger und Soldatenverein T├╝rkenfeld Zankenhausen kann auf eine stolze Vereinsgeschichte zur├╝ckblicken.
Dank der Aufzeichnungen des Ehrenvorstandes Joachim Sch├Âttl wissen wir von den Geschehnissen des Vereins ab dem Jahr 1872 fast vollst├Ąndig aus den Protokollb├╝chern. Ein Mitgliedsbuch des Kameraden Georg Drexl, der am 1.4.1904 in den Verein aufgenommen wurde, ist noch im Besitz des Vereins. Darin hei├čt es im Vorwort, da├č der Veteranen- und Soldatenverein gegr├╝ndet wurde, ÔÇ×damit nun die rege Lust, das Vaterland mit Gut und Blut zu sch├╝tzen fortw├Ąhrend eine Auffrischung erhalte ...!" Erhabene Worte!
Nach dem Krieg gegen Frankreich 1870-1871 war die nationale Begeisterung gro├č. Es entstanden viele Veteranen- und Soldatenvereine. Auf Anregung des Landwirts Adam Resch versammelten sich am 8.12.1872 im Gasthaus Schmelcher zu T├╝rkenfeld 55 ehemalige Krieger und Reservisten. Aus der ersten Besprechung wurde die Gr├╝ndungsversammlung.
Im Januar 1873 wurde die Anschaffung einer Vereinsfahne beschlossen. Die Fahne wurde durch freiwillige Spenden finanziert. Hergestellt wurde sie von der Gold- und Silberstickerei der Monika K├╝chle in Mering. Die Fahnenweihe war im April 1873. Fahenbraut war die Wirtstochter Viktoria Zacherl. Die Weihe vollzog Hochw├╝rden Herr Pfarrer Bauer.
Schon im Jahr 1875 wurde beschlossen, vier Quartalsversammlungen abwechselnd in den drei Gastst├Ątten in T├╝rkenfeld und Zankenhausen abzuhalten.
1885 errichteten die Kameraden der Feldz├╝ge von 1866 und 1870/71 ein Kriegerdenkmal an der Ostseite unserer Kirche. Die Kosten wurden von ihnen selbst getragen. Die Einweihung geschah durch Pater Komberg Ottobeuren. Seit dem Jahr 1910 wurde jeweils am 20. Januar (Sebastianstag) ein Festgottesdienst in der Johanneskirche in Zankenhausen abgehalten.1912 wurde das 40- j├Ąhrige Stiftungsfest feierlich begangen.
Erster Weltkrieg: 34 T├╝rkenfelder und 10 Zankenhausener sind ÔÇ×Gefallen auf dem Feld der Ehre f├╝r Volk und Vaterland".
Nach dem Krieg, am 2.1.1919, wurden die heimgekehrten Krieger in einer Feier im Gasthof Hartl begr├╝├čt und erhielten als Erinnerungsgabe einen Bierkrug.
Im Jahr 1920 Erbaute der Bauunternehmer Xaver Pittrich zum Dank das seine┬á f├╝nf S├Âhne aus dem Krieg┬á heimkehrten┬á die Kriegerkapelle auf eigene Kosten auf.
Im November 1921 weihte Herr Pfarrer Flad die Kriegerkapelle ein. Zahlreiche Vereine aus nah und fern nahmen an der Feier teil.
F├╝r die Vereine kam nun eine schwere Zeit; aus dem Krieger- und Veteranen - Verein wurde der Kyffh├Ąuserbund. Hohe Beitr├Ąge mussten nun an den Bund abgeliefert werden und so verlie├čen viele Kameraden den Verein. Im zweiten Weltkrieg fielen 48 Kriegsteilnehmer auf den Schlachtfelder, zwei starben in der Gefangenschaft, 36 wurden vermisst gemeldet. Aus Zankenhausen kehrten zw├Âlf M├Ąnner nicht mehr ins Heimatdorf zur├╝ck. Das Vereinsleben erstarb.
Am 8.12.1952, also genau 80 Jahre nach Gr├╝ndung des Vereins, lud Johann Thalmayr sen. die Kameraden des Veteranen- und Kriegervereins T├╝rkenfeld - Zankenhausen und die Teilnehmer des zweiten Weltkriegs zu einer Versammlung im Gasthaus Drexl ein. Die Teilnehmer der Versammlung beschlossen eine Neugr├╝ndung und w├Ąhlten auch gleich die Vorstandschaft. Schon im Dezember 1952 musste die Fahne aus dem jahrelangen Versteck hervorgeholt werden, um dem verstorbenen Hochw├╝rden Herrn Kammerer Flad die letzte Ehre zu erweisen.
1955 erneuerte eine M├╝nchner Firma die schon stark besch├Ądigte Fahne. Die Fahnenweihe und gleichzeitige Einweihung der neu gestalteten Kriegerkapelle wurde 1956 von Pfarrer Kiefer durchgef├╝hrt.
Im Januar 1964 wurde der Verein in Krieger- und Soldatenverein umbenannt. Beim Volkstrauertag, im November 1978 wurden die erneuerte Vereinsfahne und die renovierte Fahne der Zweier - Vereinigung von Pfarrer Haf gesegnet. Mit der Festwoche im Juli 1997 feierte der Verein im Festzelt sein 125 j├Ąhriges Gr├╝ndungsfest und am 16.09.2012 sein 140 j├Ąhriges bestehen.

Fr├╝here Vorst├Ąnde: Adam Resch (1872-1878), Thomas Hartl (1878-1892), Michael Reindl (1892-1901), Andreas M├╝ller (Klotzau / 1901-1907), Kaspar Gail (1907-1918), Josef Schmid (1918-1919), Sixtus Bichler (1919-1928), Johann Thalmayr (1928-1945), Xaver Kramer (1952-1957), Josef Bichler (1957-1960), Joachim Sch├Âttl (1960-1972), Albert Karl (1972-1975), Josef Walter (1975-1995), Walter Mayer sen. (1955-2010), Michael Winkler (2010 bis heute).
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